Dienstag, 21.10.2025, 18.00 Uhr: Vortrag Michael Altmeyer, Mitglied des Rodena Heimatkundevereins, in der Victor´s Residenz, Saal New York, Bahnhofsallee 5-7, 66740 Saarlouis
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Pressetext Saarbücker Zeitung 20.10.2025
Feierliche Ausstellungseröffnung zum 70. Jahrestag der Volksbefragung über das Saarstatut
Der Heimatkundeverein „Rodena“ e.V. Roden gedenkt des 70. Jahrestags der Volksbefragung über das Saarstatut mit einer feierlichen Ausstellungseröffnung, die sich intensiv mit diesem prägenden Ereignis der saarländischen Geschichte auseinandersetzt.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das politische Wirken und Vermächtnis des ersten Ministerpräsidenten des Saarlandes, Johannes Hoffmann – landläufig auch liebevoll „Joho“ genannt.
Die Veranstaltung wurde durch Rosa-Maria Kiefer-Paulus offiziell eröffnet, die die Gäste begrüßte
Die Schirmherrschaft hatte Oberbürgermeister Marc Speicher übernommen, der in seiner Rede die historische Bedeutung der Volksbefragung für die Region würdigte.
Ein besonderer inhaltlicher Höhepunkt des Abends war der persönliche Beitrag von Dr. Christine Reiter. Als Enkeltochter von Johannes Hoffmann hatte sie in ihrer Rede einzigartige Einblicke in das Leben und Wirken ihres Großvaters aus familiärer Perspektive gegeben.
Eine musikalische Begleitung umrahmte die Feierstunde stimmungsvoll.
Im Anschluss an die offiziellen Reden und Darbietungen waren alle Gäste eingeladen, die Ausstellung bei einem Stehempfang zu besichtigen und sich bei Gesprächen auszutauschen
Rodena Heimatkundeverein Roden e.V. präsentiert: 70 Jahre Volksbefragung über das Saarstatut
Am 17. Oktober 2025 wird in Victor’s Residenz, 66740 Saarlouis, Bahnhofsallee 5-7, Saal New York eine bedeutende Ausstellung eröffnet, bei der die bewegende Geschichte des Saarlandes beleuchtet wird. Diese Veranstaltung verspricht, die Besucher auf eine faszinierende Reise in die Vergangenheit mitzunehmen, um die tiefgreifende Bedeutung der Volksbefragung von 1955 zu verstehen, die unsere Region nachhaltig prägte.
Feierliche Eröffnung im Rahmen eines kleinen Stadtteilfestes:
Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marc Speicher wird die Ausstellung um 18.00 Uhr im Saal New York eröffnet. Die Gäste werden eingeladen, in die historischen Ereignisse einzutauchen und die Auswirkungen dieser entscheidenden Abstimmung auf das Saarland zu entdecken.
Programm-Highlights:
- Samstag, 18.10.2025, 8.30 Uhr Zeitreise in die Nachkriegsgeschichte (Bustour)
Samstag, 18.10.2025, 00 Uhr: Der renommierte Historiker Helmut Grein wird einen spannenden Vortrag über „Das Saarland in der Nachkriegszeit – politische Landschaft in Saarlouis“ halten. Dieser Vortrag bietet eine einmalige Gelegenheit, die politischen Veränderungen und Herausforderungen in der Region nach dem Zweiten Weltkrieg zu verstehen. - Dienstag, 21.10.2025, 18.00 Uhr: Michael Altmeyer, Mitglied des Rodena Heimatkundevereins, wird über „Der Volksbefragung zur kleinen Wiedervereinigung“ referieren. Seine Ausführungen bieten eine spannende Reise durch die Zeitgeschichte und beleuchten die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der damaligen Zeit.
- Donnerstag, 23.10.2025, 18.00 Uhr: Rosa-Maria Kiefer Paulus präsentiert den Dokumentarfilm „Deutsch ist die Saar – was nun“ aus dem Jahr 1959. Diese eindrucksvolle Dokumentation gewährt Einblicke in die Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik Deutschland und die damit verbundenen Herausforderungen.
Die Ausstellung ist von Samstag bis Donnerstag täglich von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.
Nutzen Sie diese einmalige Gelegenheit, in die Geschichte des Saarlandes einzutauchen, spannende Details zu entdecken und sich von der Vergangenheit inspirieren zu lassen.
Diese Ausstellung widmen wir unserem leider verstorbenen Gründungsmitglied Theo Speicher.
Der Rodena Heimatkundeverein Rodena e.V., Victor’s Residenz, VHS Saarlouis, Quartiersmanagement Roden freuen sich auf Ihren Besuch.

Einweihung des Schwester-Hermiona-Wegs in Saarlouis-Roden
Am 17. Juni 2025 wurde in Saarlouis-Roden ein besonderes Zeichen gesetzt: Der Schwester-Hermiona-Weg wurde feierlich eingeweiht. Nach der herzlichen Begrüßung durch Oberbürgermeister Marc Speicher hieß Dr. Claudia Wiotte-Franz, Geschäftsführerin der Frauen im Lokalen Bündnis für Familie Saarlouis, die zahlreichen Gäste willkommen.
Im Anschluss überbrachte Schwester Ingrid das Grußwort der Provinzoberin Schwester Angela-Maria, gefolgt von einer weiteren Botschaft von Schwester Sabine, die durch Schwester Regine verlesen wurde. Eine besondere Note erhielt die Feier durch eine Videobotschaft von Schwester Walburga.
Rosa-Maria Kiefer-Paulus vom Rodener Heimatkundeverein Rodena widmete Schwester Hermiona sehr persönliche Worte. Sie dankte besonders Oberbürgermeister Marc Speicher, der Stadtverwaltung und allen Beteiligten für die Ehrung der „Mutter von Roden“.
Im Interview mit Dr. Claudia Wiotte-Franz schilderte Rosa-Maria Kiefer-Paulus eindrucksvoll, wie Schwester Hermiona nach Roden kam und welche bleibenden Verdienste sie sich für den Stadtteil erworben hat. Alois Rau vom Geschichtskreis beleuchtete die Rolle der Missionsschwestern bei der Entwicklung von Roden.
Schwester Ingrid Geissler vom Orden der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut und dem Netzwerk Afrika in Bonn berichtete von ihren Beweggründen für den Ordenseintritt und hob die heutige Bedeutung des Ordens hervor.
Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Musikschule Mezzoforte Roden begleitet und sorgte für einen feierlichen Rahmen.
Schwester Hermiona-Weg

Frohe Pfingsten
Geschichte Bergmannsheim Ensdorf
An der Stelle des heutigen Bergmannsheims stand ab 1840 ein Pferdestall, in dem die Tiere untergebracht waren, die Kohlenloren zur Saar transportierten. Mit der Technisierung wurden die Pferde durch Lokomobile ersetzt, was den Stall überflüssig machte.
Die königliche Berginspektion I Ensdorf initiierte 1900-1901 den Bau eines Bergmannsheims, um den höheren Bergbeamten Räumlichkeiten ähnlich einem Offiziersheim zu bieten. Der Bau umfasste ein Restaurant, einen Festsaal, Küche und Nebenräume, sowie einen Weinkeller unter dem Garten.
Das Bergmannsheim diente als Lese-, Vereinigungs- und Unterhaltungslokal für Bergassessoren, Steiger und Ingenieure. Ab 1943 wurde es zeitweise als Kino genutzt. Es war eines der ersten Lokale mit Zentralheizung und diente von 1925 bis 1935 als Sprechzimmer für Dr. Neugebauer, wodurch Patienten nicht nach Fraulautern reisen mussten.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Bergmannsheim fast völlig zerstört. Der Wiederaufbau begann nach dem Krieg und wurde 1984 abgeschlossen. Die feierliche Eröffnung fand am 25. Januar 1985 statt. 2012 wurde die Gaststätte erweitert
Quelle: Ausststellung Rathaus
Der Deiwelsstähn auf dem Steinrauschhang (Walter Schmolenzky)
Bei dem sogenannten Deiwelsstähn, den Erich Hewer in einer seiner Geschichten beschreibt und der irgendwo auf der heutigen Kurt-Schumacher-Allee auf dem „Steinrausch“ gestanden haben soll, handelte es sich vermutlich um einen aufallend großen Grenzstein.
Der Stein, der nach Hewer eine besondere Zusammensetzung (eine Art Marmor) aufwies, stammte nach seinen Ausführungen von einer römischen Tempelanlage auf dem Hirnberg bei Ihn. Eine wunderbare mythische Umschreibung und Herkunftsvermutung für den Stein, die ich auch nicht anzweifeln möchte.
Verbürgt ist, dass die Äbtissin zu Lautern wegen heftiger Grenzstreitigkeiten zwischen ihr und dem Koster Mettlach und ohne Abstimmung mit dem Abtschöffen im Jahre 1500 einen Grenzstein auf dem heutigen Steinrausch hat setzen lassen, um den Verlauf der Banngrenzen zwischen Fraulautern und Roden – Distrikt Lessert-Heiden – deutlich zu machen. Roden gehörte in jener Zeit zu Mettlach. Vielleicht hat sie dabei einen besonders markanten Grenzstein gewählt, der in seinem Aussehen und seiner Beschaffenheit, der Beschreibung Hewers über den Stein nahe kommt.
Warum man den Stein aber „Deiwelsstähn“ (Teufelsstein) nannte, ist meines Wissens nicht überliefert. Viele Flurbezeichnungen beinhalten das Bestimmungswort „Teufel“. Auch in der Sagenwelt ist oftmals von sogenannten Teufelssteinen die Rede (z. Beispiel der Teufelsstein am Trierer Dom). Häufig sind es auch Plätze, die den Menschen nicht ganz geheuer sind. Vermutlich war der Stein den Menschen in Roden und Fraulautern allein schon deshalb nicht ganz geheuer, weil er sich aufgrund seiner Größe und seines Aussehens dem übrigen Gestein nicht zuordnen ließ. Hinzu kommt die Nähe zum Galgenberg, um den sich einige schauerliche Geschichten ranken:
So sollen in besonders dunklen Nächten die Seelen der Gehängten auf dem Galgenberg umherwandern. Besonders in den „Raunächten“, den kalten stürmischen Winternächten, so wird in Roden berichtet, sollte man den Bereich um den Galgenberg tunlichst meiden:
In jenen Nächten – hier sind wohl die Nächte „zwischen den Jahren, und zwar vom Thomastag am 21. 12. bis zu Neujahr“ – gemeint, gingen dort recht geheimnisvolle Dinge vor, die für die Menschen nicht ungefährlich seien. So könne man zwischen die Reiter der „Wilden Jagd“ geraten und Schaden nehmen, auf Kobolde oder sonstige verwunschene Wesen treffen, die für das „Neue Jahr“ nur Unglück bringen würden. Da sich am Fuße des Berges auch der „Schindacker“ befand, auf dem das im Dorf verendete Vieh verscharrt wurde, gehörte der Ochsenberg, so wird er auch genannt, zu den unheimlichsten Plätzen in Roden. Und weil in jenen Nächten neben den Geistern der Gehängten auch die gestorbenen Tiere hier umherirren und keine Ruhe finden, war es naheliegend, den in der Nähe befindlichen fremden Stein als des Teufels Werk anzusehen.
Daher wohl die Bezeichnung:
„Deiwelsstähn“
Quellen:
Erich Hewer Rodener Geschichten
Roden im Wandel der Jahrhunderte von 1933, S. Delges
Bildmaterial:
Wikepedia. org





























