Der Ney-Schacht Schwalbach ist ein bedeutendes Industriedenkmal, das die über 250-jährige Geschichte des Steinkohlebergbaus in der Region lebendig hält. Er befindet sich an der Hauptstraße, direkt am Ortsausgang in Richtung Schwarzenholz.
Ursprünglich wurde der Schacht als Teil der Grube Griesborn betrieben. Im Zuge der Modernisierungen und Zusammenschlüsse im saarländischen Bergbau gehörte er später zum Verbundbergwerk Ensdorf, einem der letzten aktiven Bergwerke Deutschlands. Über Jahrzehnte hinweg erfüllte der Ney-Schacht zwei lebenswichtige Funktionen:
- Förderschacht: Hier wurden Material und Personal in die Tiefe gebracht.
- Wetterschacht: Er sorgte für die notwendige Bewetterung (Frischluftzufuhr) unter Tage, ohne die ein Arbeiten in den Flözen unmöglich gewesen wäre.
Gemeinsam mit dem benachbarten Eisenbahnschacht und dem historischen Griesborner Stollenmundloch bildet der Neyschacht ein einzigartiges Denkmalensemble.
Mit dem 30. Juni 2012 endete die Ära des Steinkohlebergbaus im Saarland offiziell. Damit verlor auch der Ney-Schacht seine ursprüngliche Funktion. Um die Anlage dauerhaft zu sichern und die Tagesoberfläche vor möglichen Senkungen oder Gasen zu schützen, wurden im Jahr 2013 umfangreiche Rückbaumaßnahmen durchgeführt:
Der Schacht wurde mit massiven Betonstopfen bis in eine Teufe (Tiefe) von 67 Metern dauerhaft versiegelt.
Heute gilt der Ney-Schacht als einer der „letzten Zeugen“, die an die harte Arbeit der Bergleute und die industrielle Blütezeit des Saarlandes erinnern.




















