Entdeckungstour auf dem Alten Friedhof in Saarlouis

Text  Ulrike Schindelbeck, Bilder Ulrike Schindelbeck, Jürgen Baus, Herbert Germann, Michael Hoen.

Am 22. März 2024 lud der VHV Saarlouis zu einer Führung auf dem Alten Friedhof in Saarlouis ein. Etwa 20 historisch Interessierte, sowie Mitglieder unseres Heimatkundeverein Lisdorf, nahmen an dieser Exkursion teil. Der Friedhof, der sich südlich der Walter-Bloch-Straße befindet, ist ein wahres Juwel der Stadtgeschichte. Er wurde 1773 angelegt.

Auf dem Friedhof finden sich über 600 Grabstätten, die von der Vergangenheit erzählen. Viele dieser Gräber sind denkmalgeschützt und stammen aus der Zeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute. Unter ihnen befinden sich auch 131 jüdische Gräber, die eine wichtige historische Verbindung repräsentieren.

Der Friedhof erstreckt sich über eine Länge von etwa 300 Metern und bedeckt eine Fläche von 1,7 Hektar. Ein alter Baumbestand umgibt die Grabstätten und verleiht dem Ort eine besondere Atmosphäre.

Dieser Alte Friedhof Saarlouis ist nicht nur ein Ort der Ruhe, sondern auch ein lebendiges Zeugnis vergangener Epochen. Die Grabmäler erzählen von Politikern, Geistlichen und Militärs, die die Geschichte der Stadt und Festung Saarlouis mitgeprägt haben. Der Förderverein zur Denkmalpflege des Alten Friedhofs setzt sich dafür ein, diese wertvollen Stätten vor dem Verfall zu bewahren.

Die Führung war eine einzigartige Gelegenheit, die Vergangenheit zu erkunden und die Geschichten hinter den Grabsteinen zu erfahren. Der Alte Friedhof Saarlouis bleibt ein Ort des Gedenkens und der Erinnerung für kommende Generationen.

 

Geleitet wurde die Führung von unserem Gästeführer Helmut Grein, der mit seinem fundierten Wissen die Geschichte und Geschichten hinter den Grabmalen zum Leben erweckte.

Der langjährige/ehemalige Vorsitzende des Vereins Hans Jörg Schu, sein Sohn Christian und unser Führer Helmut Grein. Ein zufälliges Treffen. Seine Tradition wird fortgeführt.

Filmvortrag 1000 Jahrfeier Pfarrei Roden – Umzug „Roden im Wandel der Zeit“

1950 bestand die Pfarrei Roden 1000 Jahre. Ursprünglich sollte die Geburtstagsfeier 1951 stattfinden. Die Ausbreitung der Kinderlähmung veranlastete die damalige Regierung unter Johannes Hoffmann alle Feste im Saarland abzusagen. Man verlegte die Feierlichkeiten auf 1952.

Die Festlichkeiten fanden in der Zeit vom 21. bis 30. Juni 1952 statt. Alle Rodener Ortsvereine nahmen an dem Umzug durch den Ort, der unter dem Motto „Roden im Wandel der Zeit“ stattfand, teil. Im Schulhof der Römerbergschule wurde von der Kolpingfamilie und der Katholischen Jugend das Schauspiel „Jedermann“ aufgeführt.

Termin: Donnerstag, den 14. März, 15.30 Uhr, Donatuszentrum Roden, Schulstraße 7

10 Jahre VHVS

Mit einer Jubiläumsfeier am 29. April ab 18 Uhr im Theater am Ring (Studio) begeht der Verband der heimatkundlich- historischen Vereine Saarlouis e.V. sein 10 jähriges Bestehen.

Am 23. April 2014 wurde der Verband heimatkundlich-historischer Vereine Saarlouis e. V., VHVS, gegründet. Mit diesem Akt haben neben den kulturellen und sportlichen Vereinen der Stadt Saarlouis nun auch die heimatkundlich orientierten und arbeitenden Gruppierungen eine eigene Dachorganisation auf Stadtebene. Zu den Gründungsmitgliedern gehören der Verein für Heimatkunde Lisdorf e. V., der Verein für Geschichte und Heimatkunde Saarlouis-Fraulautern e. V., der Rodener Geschichtskreis e. V., der Rodena Heimatkundeverein Roden e. V., der Heimatkunde- und Geschichtsverein Picard e. V., der Verein für Heimatkunde Neuforweiler e. V. , die Saarlouiser Geschichtswerkstatt („Academie francaise sarrelouisienne“) und der Verein­­ für Mundart und Geschichte Beaumarais.

Eine Präsentation zeigt mit Bildern und Urkunden das Schaffen der Mitgliedsvereine.

Das neue Lisdorfer Heimatblatt ist da

Das neue Lisdorfer Heimatblatt Nr. 36 ist da. Viele interessante Themen finden sich in dem 40 Seiten starken Heft.

Die Kohlengewinnung in unserer Heimat, Lisdorfer Strandfest am grünen Saum der Saar, Fahrt an den Gardasee, Besuch der Zitadelle in Bitche, Mundart, der 1. Lisdorfer Herbstsalon, und viele weitere Themen.
Das Heimatblatt ist über den  Shop des Vereins für Heimatkunde Lisdorf e.V.  und an den Verkaufsstellen in Lisdorf und Saarlouis bei   Pieper und Regler erhältlich.

Die Mitgliederdes Lisdorfer Heimatvereins können sich auch in den nächsten Tagen auf ein Sonderheft Weihnachten 2023 freuen. Nach einem Heft mit Weihnachtliedern und Gedichten 2021 und einem kleinen Rezeptbuch 2022 jetzt ein Heft mit Weihnachtsbräuchen und Geschichten rund um den Advent.  weiterlesen …

Rodener Faasend damals

Vom Publikum gut besucht fand im Donatuszentrum Roden die Filmvorführung des Rodener Heimatkundevereines Rodena über die Faasend damals in Roden statt.

Nach einer kurzen Einführung beginnend mit 1935, bis zur der Gründung der RODEKA (Rodener Narren).

Neben dem Karnevalumzug, der Kappensitzung auf dem Marktplatz in Roden 1959, dem Prinzen ohne Prinzessin „Theoderich von Fernguckshausen“ ging es weiter mit Rodener Faasendumzügen. Der Filmnachmittag endete mit einem kurzen Filmausschnitt über den Umzug in Remich.

125 Jahre Kleinbahn in Saarlouis

Der Verein für Heimatkunde Lisdorf folgte einer Einladung des Vereins für Heimatforschung Wallerfangen. In der vollbesetzten Aula der der Grundschule Altes Rathaus Wallerfangen begrüßte der Vorsitzende des Vereins Prof. Dr. Rudolf Echt die Besucher. Elisabeth Jacob las eine in Mundart geschriebene Einleitung von ihrer Mutter Marianne Faust vor und stimmte die Gäste auf die hervorragende Dokumentation von Harald Weiler ein. Das Ganze wurde mit einer spannenden Bild- und Video Präsentation von Herbert Germann begleitet. weiterlesen …

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Bild Jürgen Baus

Fotografien von Jean-Marie Balliet „Faszination Festungsbaukunst“

Ausstellungseröffnung im Städtischen Museum von Saarlouis: Jean-Marie Balliet präsentiert faszinierende Fotografien historischer Festungsanlagen

Oberbürgermeister Peter Demmer eröffnete die Ausstellung am Freitag den 20. Oktober mit 98 beeindruckenden Fotografien historischer Festungsanlagen durch den renommierten Festungsforscher und begeisterten Fotografen Jean-Marie Balliet.

In seiner Rede ging Peter Demmer auch auf das zurzeit stattfindende Festungs-Forum Saarlouis 2023 „Zeughäuser und Depots“ ein.

Die Ausstellung bietet den Besuchern eine einzigartige Gelegenheit, die Schönheit und Pracht der Festungs- und Burganlagen aus einer neuen Perspektive zu erleben. Jean-Marie Balliet hat es geschafft, nicht nur den wissenschaftlichen Aspekt dieser historischen Bauwerke einzufangen, sondern auch ihre ästhetische Schönheit in atemberaubenden Bildern festzuhalten.

Mit seiner Leidenschaft für Festungen und seiner Expertise als Fotograf ist es Balliet gelungen, die Magie und Geschichte dieser beeindruckenden Bauwerke einzufangen. Die Besucher werden in seinen Fotografien bekannte Festungsanlagen wie die „Tour de Dames“ in der Burg von Saint-Malo, die „Zitadelle von Bitche“ oder die „Festung Fenestrelle“ entdecken können.

Besonders bemerkenswert sind dabei auch die Aufnahmen, die mit Hilfe von Drohnen gemacht wurden. Diese ermöglichen es dem Betrachter, einen einzigartigen Blick auf die Architektur und das Ausmaß dieser historischen Festungsanlagen zu werfen.

„Diese Ausstellung ist eine Hommage an die Schönheit und den kulturellen Wert der Festungen und Burgen“, sagt Jean-Marie Balliet. „Ich möchte den Besuchern die Möglichkeit geben, diese beeindruckenden Bauwerke aus einer neuen Perspektive zu betrachten und ihre Faszination zu teilen.“

Die Ausstellung im Städtischen Museum von Saarlouis wird vom 20. Oktober bis zum 14. April 2024 zu besichtigen sein.

Parteien, politische Kultur und Vereine im Saargebiet

Am 10. Oktober fand im Rahmen der Vortragsreihe des VHVS im Theater am Ring ein hochinteressanter Vortrag über Parteien, politische Kultur und Vereine im Saargebiet von 1918 bis 1935 statt. Referent des Abends war Dr. Hans-Joachim Kühn, renommierter Historiker und Experte für die Geschichte der Region. Der Vorsitzende des VHVS Michael Hoen begrüßte die Gäste zu diesem spannenden Vortrag.

Dr. Kühn präsentierte einen fundierten Einblick in die politische Landschaft des Saargebiets während der Zwischenkriegszeit. Dabei legte er besonderen Fokus auf die verschiedenen Parteien, ihre Ideologien und ihre Rolle in der politischen Kultur jener Zeit.
Der Vortrag begann mit einer kurzen Einführung in die historischen Hintergründe des Saargebiets nach dem Ersten Weltkrieg. Anschließend widmete sich Dr. Kühn den einzelnen politischen Gruppierungen, die in dieser Zeit eine maßgebliche Rolle spielten.
Besonders interessant waren seine Ausführungen zur Zentrumspartei, die als katholische Volkspartei großen Einfluss auf das politische Geschehen hatte. Aber auch die Sozialdemokraten, Kommunisten und Nationalsozialisten wurden ausführlich behandelt.
Neben den Parteien beleuchtete Dr. Kühn auch die Bedeutung von Vereinen und Verbänden für das politische Leben im Saargebiet. Diese spielten eine wichtige Rolle bei der Mobilisierung der Bevölkerung und trugen zur politischen Meinungsbildung bei.
Im Anschluss an den Vortrag hatten die Zuhörerinnen und Zuhörer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit Dr. Kühn ins Gespräch zu kommen. Die angeregte Diskussion zeugte von großem Interesse an dem Thema und der Expertise des Referenten.
Der Vortrag von Dr. Hans-Joachim Kühn im Theater am Ring war ein voller Erfolg und bot den Besucherinnen und Besuchern einen spannenden Einblick in die politische Geschichte des Saargebiets in den Jahren 1918 bis 1935.

Vortragsreihe des VHVS

Vor rund einem Jahrhundert lebten die Deutschen und die Saarländer in einer Zeit voller schwerster politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Umbrüche und Krisen. Die tiefgreifenden Veränderungen und Probleme der frühen zwanziger Jahre prägen bis heute das Bild der Nachkriegszeit. Die Abtrennung des Saargebietes von Deutschland und der damit verbundene ungewisse politische Status verstärken die gesellschaftlichen Spannungen an der Saar. Die Überwindung dieser schwierigen Zeit mündet in den sogenannten ‚goldenen Zwanziger Jahren‘, deren positive Benennung erst durch die Berücksichtigung der vorangegangenen schweren Jahre zu Beginn des Jahrzehnts zu verstehen ist.

Die diesjährige Vortragsreihe des Stadtverbandes der Historischen Vereine (VHVS) und des Städtischen Museums versucht, einen Einblick in die gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Situation in Deutschland und im Saargebiet in diesen Jahren zu geben. Der Eintritt zu den Vorträgen ist kostenlos.

Am 10.10. 2023 mit Dr. Hans-Joachim Kühn.
„Parteien, politische Kultur und Vereine im Saargebiet“

Am 17.10.2023 mit Dominik Schmoll
„Saarlouis zwischen Kaiserreich und Völkerbund“
Die Umbruchs- und Krisenjahre 1918 – 1920

Am 24.10.2023 mit Patrick Trautmann
„Ein deutsches Schicksalsjahr“
1923 – von der Inflation zur Hyperinflation

Der Eintritt zu allen Terminen ist frei.

 

 

Krautwisch

In Gebieten mit überwiegend katholischer Bevölkerung ist Maria Himmelfahrt ein Feiertag. Einem alten Frauenbrauch nach werden an diesem Tag Blumen aus dem Garten, Getreideähren, Früchte und Heilkräuter zu einem Strauß gebunden. In diesem können mindestens 7 und maximal 99 Pflanzen sein.
Die Legende erzählt, dass die Apostel am dritten Tag nach dem Begräbnis das Grab Marias besuchten. Das Grab war leer aber voller Rosen und Lilien. Um das Grab herum blühten die Heilkräuter die Maria in ihrem Leben geliebt hatte. Seitdem werden am 15. August, dem Heimgang der Gottesmutter in der Kirche die Kräuter geweiht.
Die geweihten Kräuter sollten den Menschen und dem Vieh als Heilmittel gegen Krankheiten, Seuchen usw. dienen. Um den Strauß zu verschönern kamen Jahre später Blumen dazu.
Der Krautwisch wird in einem oberen Zimmer oder auf dem Dachboden aufgehängt.
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